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Welchen Bodendecker soll ich verwenden?

Euonymus (Evonimo)

Euonymus fortunei var. radicans gehört seinen dunkelgrünen Blättern zu den härtesten Vertretern. Auch an Standorten mit extrem kalten Wintern kommt er ohne Schäden über die Runden. Wer die Farbe liebt, kommt mit den buntblättrigen Sorten voll auf seine Kosten. 'Emerald Gaiety' besticht mit weißgeränderten Blättern und ebenfalls robuster Gesundheit. 'Emerald Gold' bietet das gleiche Programm mit gelb-cremefarbenen Blatträndern. Beide Sorten sind in kalten Winter mit leicht roter Laubfärbung besonders attraktiv. 'Minimus' hat rein grünes Laub und bleibt, wie der Name schon andeutet noch kompakter.
Spindelsträucher sind botanisch gesehen kleine Gehölze, die in unseren Gefilden winterhart und immergrün sind. Dieses Sortiment kommt ursprünglich aus den kühlen Gebirgsregionen Chinas, die ein ähnliches Klima wie unseres bieten. Spindelsträucher wachsen an fast jedem Standort, lediglich den Wurzeldruck großer Bäume und viel Laub im Herbst können ihnen schaden. Je mehr Licht und Sonne ein Standort bietet, desto schöner färben sich buntblättrigen Varianten. Die leicht rötliche Winterfärbung der bunten Sorten ist kein Zeichen von Unwohlsein oder gar Krankheit, sondern eine natürlich Reaktion auf Kälte.
Durch zwei- bis dreimaligen Schnitt von Mai bis August lässt sich der Spindelstrauch zu einer dichten grünen Matte im Garten oder als kleine Hecke formen.
 

 

Hedera (Edera)

Efeu wächst in Parkanlagen, wuchert gern über alte Gemäuer und Felsen und ist fast in ganz Europa zu Hause. Im Altertum und in der Antike war der Efeu eine heilige Pflanze. Die Ägypter weihten beispielsweise mit Efeu ihren Osiris (Fruchtbarkeitsgott), die Griechen unter anderem Bacchus. Die Römischen Priester durften einst den Efeu nicht berühren, da sie Angst hatten, dass sie von der Pflanze gefangen gehalten würden.

Von kaum einem anderen Gehölz, wozu der Efeu botanisch gezählt wird, gibt so viele Sorten, mit einer unendlichen Vielfalt an Blattformen und Färbungen . Efeu kann in jedem Boden gepflanzt werden, wenn er nicht versauert oder vernässt ist. Er sollte gut und tief gelockert sein, damit keine Staunässe entsteht. Der Efeu ist eine Sonnen- und Schattenpflanze, was bei der Verwendung sehr vorteilhaft ist. 

 

Ranktipps für Fassadenbegrünung
Wenn Sie ihren Efeu selbst ranken lassen wollen, sollten Sie bedenken, dass die Efeupflanze ursprünglich ein Wurzelkletterer ist. Die kleinen Wurzeln bilden sich an der Unterseite des Triebes heraus. Eigentlich sind es Saugwurzeln.

 

An der Fassade werden aus diesen Saugwurzeln Haftwurzeln. Dies braucht ein bisschen Zeit. Der Trieb muss hierfür längere Zeit an der Fassade richtig angebracht sein. Sie sollten hierfür eine Vegetationsperiode einrechnen. Hat der Efeu einmal Fuß gefasst, ist er in seinem Wachstum kaum mehr zu stoppen.
Damit der Efeu Fuß fassen kann, reicht es nicht, dass man ihn nur anlehnt.
 

  

Pachysandra terminalis (Dickmännchen)

Das 'Dickmännchen (Pachysandra terminalis)' gehört zu den bodendeckenden Pflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten. Maximal 30 cm werden die kleinen Triebe hoch, an denen die mittelgrünen Blättern wie kleine Quirle angeordnet sind. Die Sorte 'Kompakta' bleibt noch etwas kleiner. Beide Varianten des Dickmännchens sind Gewächse des Halbschattens, die auch den Wurzeldruck von Bäumen gut vertragen, d.h. sie können optimal als Unterbepflanzung von Gehölzen verwendet werden.
 

Halbstrauch mit Ausdauer

Botanisch gesehen ist das Dickmännchen, das gelegentlich aus als Dickanthere bezeichnet wird, ein Halbstrauch. Doch im Garten kann man die Pflanze wie eine Staude behandeln. Der bei Gehölzen fast obligatorische Schnitt entfällt in der Regel. Dickmännchen sind bei uns winterhart und immergrün. Der beste Standort, an dem sie sehr alt werden können, ist der Halbschatten. Dort bilden die Pflanzen mit kräftigen unterirdischen Ausläufern schnell einen dichten, fast undurchdringlichen Teppich. Auch Dickmännchen muss man in die Schranken weisen, was die Ausbreitung im Garten angeht.

 

Pflege einfach
Einmal angewachsen braucht das Dickmännchen kaum Pflege. Wer eine besonders dichte Decke auf dem Boden haben möchte, kann die Triebe im Frühsommer stutzen. Dabei sollte man den Pflanzen nicht mit der Schere zu Leibe rücken, weil sie nach dieser Behandlung merkwürdig zerzaust aussehen. Besser ist das Ausbrechen des oberen Drittels der Triebe von Hand. Die Mühe lohnt sich: Schnell wachsen von unten neuen Triebe heran, die dann zusammen mit den alten Blättern einen dichten sattgrünen Teppich bilden.
 

Krankheiten und Schädlinge
Dickmännchen sind hart im Nehmen. Gelegentlich sieht man ein Beet mit auffällig gelben Blättern. Die Gelbfärbung ist in der Regel Hunger – eine Grunddüngung im Frühjahr sollte es bei soviel Wachstum und Laub schon sein. Mit gelbem Laub reagieren Dickmännchen auch auf zu viel Sonne. An solchen Standorten fristen sie mehr ihr Leben, als willig und zügig zu wachsen. Deshalb: Dickmännchen gehören in den Halbschatten und Schatten. Sie sind beste Begleiter auf der Baumscheibe oder sorgen für einen grünen Abschluss einer Hecke.

 

Lonicera (Heckenkirsche)

Knapp einen Meter hoch, dazu feines dunkelgrünes Laub und ein leicht bogiger Wuchs – das ist der kurzsteckbrief der Heckenkirsche. Botanisch gesehen ist sie ein Gehölz und hört auf den Namen Lonicera.
Die Auswahl bei den Heckenkirschen ist fast unendlich groß, schließlich gibt es von ihnen neben den aufrecht wachsenden noch die kletternde Verwandtschaft. Doch hier stehen die aufrecht wachsenden, eleganten Vertreter der Familie im Vordergrund. 'Nitida' wird auch "Heckenmyrte" genannt. Mit ihren kleinen dunkelgrünen Blättern erinnert sie stark an eine Myrte. 'Lemon Beauty' hat größeres, gelblich grünes Laub, das im Garten eine deutlichen Akzent setzen kann. 'Silver Beauty' bietet mit grün-cremefarbenen Blättern einen weiteren Hingucker.

 

Winterhart und klein  
Mit maximal zwei Metern Höhe haben die Heckenkirschen das richtige Format für den Garten. Sie stammen aus China, sind immergrün und bei uns natürlich winterhart. Heckenkirschen brauchen kaum Pflege und keinen Schnitt. Wer sie frei wachsen läßt, bekommt bald einen elegant überhängenden Strauch, der sich mehr in die Breite als in die Höhe entwickelt. Auf großen Flächen kann man die Heckenkirsche deshalb auch als Bodendecker einsetzen. Ist das dichte Blätterdach einmal geschlossen, haben Wildkräuter kaum noch eine Chance. Geraten die kleinen Sträucher dennoch einmal aus der Fasson, kann man sie ohne Schwierigkeiten zurechtstutzen.

 

Standort: Anspruchslos
Heckenkirschen gehören zu den anspruchslosen Gehölzen für den Garten. Sie nehmen mit fast jedem Standort vorlieb, entwickeln sich jedoch im leichten Schatten etwas besser und schneller als an einem trockenen Standort in der vollen Sonne. Anders als bei den kletternden Varianten spielen bei den aufrecht wachsenden Heckenkirschen die im Frühjahr erscheinenden Blüten keine Rolle. Sie sind cremefarben und unscheinbar, die Früchte versteckt die Heckenkirsche unter dem Laub.
Mit all diesen guten Eigenschaften ist die Heckenkirsche eine gute Pflanze für alle Gärtner, die noch nicht so viel Erfahrung haben und sich erst mit den ausdauernden Pflanzen anfreunden müssen.
 

 

Vinca (Immergrün)

Sattgrüne, leicht glänzende Blätter und blau-violette Blüten – das sind die besonderen Merkmale der Vinca. Immergrün ist ihr deutscher Name. Immergrün ist hier Programm, auch im Winter behält sie ihr schönes Laub.

 

Polster mit Blüten
Das kleine Immergrün, Vinca minor, bildet im Garten schnell ein dichtes Polster aus Blättern und Trieben. Das Immergrün ist ein heimischer Halbstrauch. Damit ist die Pflanze bestens an unser Klima angepaßt. Wo sie sich wohl fühlt, zeigt sie von Mai bis Juli ihre kleinen blau-violetten Blüten. Die haben fünf Blütenblätter und erinnern an einen kleinen Stern. Vinca ist einen Pflanze aus den lichten Bereichen der Wälder. Entsprechend sieht ihr Lieblingsplatz im Garten aus: Nicht unbedingt in der vollen Sonne und ein wenig Feuchtigkeit – das sind Vincas Lieblingsplätze. Ist eine regelmäßige Wasserversorgung gewährleistet, darf der Standort gern etwas wärmer und sonniger sein. 

 


Pflege und Schnitt
Viel Pflege braucht das Immergrün nicht. Von der Grunddüngung im Frühjahr abgesehen, kann man die Pflanze bis auf das Gießen an sehr heißen Tagen praktisch sich selbst überlassen. Fühlt sie sich im Garten wohl, kann sie mit ihren langen Trieben gern einmal über das Ziel hinausschießen – dann wird das Immergrün im Frühsommer mit der Schere in Form gebracht. Der Schnitt hilft auch dann, wenn die Pflanzendecke noch nicht ganz so dicht ist, wie man sie sich wünscht. Durch das Stutzen der Ranken bildet Vinca neue Triebe aus, die für einen dichten Teppich auf dem Boden sorgen.
Wie alle Bodendecker, die lange Triebe bilden, kann man Vinca auch gut zur Begrünung von Böschungen und Hügeln einsetzen. Dann lässt sie ihre Ranken wie einen Wasserfall hinab wachsen und krönt diese Vorstellung auch noch mit den violett-blauen Blüten.
Auch für die zügige Grabbepflanzung ist die Vinca gut geeignet.
Wer sich mit dem Immergrün angefreundet hat, schaut vielleicht einmal nach den weiß und hellblau blühenden Varianten, es gibt auch eine mit cremefarben gerändertem Blatt.

 

Herniaria (Bruchkraut)

Das Bruchkraut ist ein immergrüner, dicht rasenartiger, ganz flacher Bodendecker, mit winzigen unscheinbaren Blüten. Er liebt durchlässige Böden und einen sonnigen Standort. Herniaria glabra ist ein pflegeleicht er Bodendecker, geeignet für kleiner Flächen oder auf Gräbern.

 

Lavendula (Lavendel)

Wer träumt nicht von ihnen – den lauen Sommernächten, die man im Urlaub rund um das Mittelmeer in jedem Urlaub erleben kann. Ganz bestimmte Pflanzen mit ihren Farben, Formen und Düften gehören mit zu diesen Erinnerungen – und die kann man auch in den eigenen Garten pflanzen. Der echte Lavendel ist so ein Gewächs aus dem Mittelmeerraum, das auch in unseren Breitengraden eine gute Figur im Garten macht. 
 

Sonne, Sonne, Sonne

Das grau-grüne Laub des Lavendels deutet es schon an: dieses Gewächs ist von der Natur für einen Standort an der vollen Sonne vorgesehen. Es verträgt die Hitze nicht nur, es braucht sie auch für ein gesundes Wachstum. Wer dem Lavendel so einen warmen Platz im Garten nicht bieten kann, sollte auf die alte Heilpflanze lieber verzichten – nichts ist schlimmer, als eine vor sich hin kümmernde Erinnerung an den letzten Urlaub...

 

Hecke oder Bodendecker 
Lavendel eignet sich mit seiner Höhe von bis zu 60 cm im Garten gut zum Bilden von blühenden Hecken oder Einfassungen. Der gleichmäßig wachsende Kleinstrauch macht jedoch auch als Bodendecker eine gute Figur. Lavandula angustifolia gehört zu den bekanntesten Lavendelarten. Der Beiname "officinalis" deutet an, das das Gewächs eine lange geschätzte Heilpflanze ist. Doch zu den Erinnerungen aus dem Urlaub gehören neben dem Aussehen der Pflanze natürlich ihre Blüten und ihr Duft. Die blau-violetten Blumen des Lavendels lassen sich in ihrer Pracht und ihrem Duft kaum beschreiben – noch ein Grund mehr, diese Pflanze in den Garten zu holen.

 

Pflege: Schnitt nach der Blüte 
Boden, der gern gelegentlich austrocknen darf, braucht der Lavendel einen Schnitt nach der Blüte um so richtig in Form zu bleiben. Dass man die Pflanzen nach der Blüte schneiden kann, ist eine praktische Einrichtung der Natur: Die Blütenstände lassen sich einfach trocknen und ihr Duft auf diese Weise lange konservieren. Wer Lavendel im Frühjahr schneidet, wird eine böse Überraschung erleben: Dann ist die Zeit für die Blütenbildung im Sommer einfach zu kurz und die duftende Ernte fällt mager aus.
Mit seinem intensiven Duft, den auch die nadelartigen Blätter verströmen, ist der Lavendel von Haus aus gut gegen Schädlinge und Krankheiten geschützt. Seine Blätter schmecken weder Schnecken noch Läusen – somit kann auch der Gartenfan die Pracht des Lavendels in vollen Zügen genießen.